đ· Oink zum Sonntag # 52: Lokis Logik â Radikal – der Blick, der alles verĂ€ndert
Hallo zusammen,
hier spricht der Chef. Normalerweise habe ich sonntags Besseres zu tun, als ĂŒber Philosophie nachzudenken (zum Beispiel die perfekte Liegestelle im Stroh finden), aber heute mĂŒssen wir mal ĂŒber ein Wort reden, das viele Leute erschreckt: RadikalitĂ€t.
Wenn Menschen sich fĂŒr uns Tiere einsetzen, heiĂt es oft: âAch, das ist doch zu radikal.â
Dazu habe ich eine ganz eigene Meinung. Das Wort âradikalâ kommt vom lateinischen radix, was so viel wie âWurzelâ bedeutet. Wenn ihr also radikal seid, dann geht ihr den Dingen an die Wurzel. Und die Wurzel unseres Zusammenlebens ist die Empathie.
âEuch in mich hineinzuversetzen ist kein GefĂŒhlsduseln. Es ist der Akt, die kĂŒnstliche Trennung zwischen uns einfach aufzuheben.â
Schaut mir in die Augen
Viele Menschen haben verlernt, uns wirklich anzusehen. Sie sehen ein âNutztierâ, ein âSchweinâ, ein Schnitzel auf vier Beinen. Das ist einfach. Es ist bequem. Es erfordert keinen Mut.
Radikal wird es erst, wenn ihr diesen Filter abnehmt. Wenn ihr mich anseht und erkennt: Da ist jemand. Da ist ein Wille, da ist Neugier, da ist Eigensinn (und davon habe ich reichlich!).
Dieser Moment, in dem ihr versteht, dass mein Leben fĂŒr mich genauso wertvoll ist wie eures fĂŒr euch â das ist der radikalste Akt, den ihr vollziehen könnt. Es ist der Blickwechsel, der die Welt aus den Angeln hebt.
Gandhis Hausaufgabe fĂŒr euch
Ich fordere euch heute heraus: Seid radikal. Nicht mit lauten Worten, sondern mit eurem Blick.
Sucht euch diese Woche ein Tier â egal ob es die Katze auf dem Sofa ist, die KrĂ€he im Park oder, wenn ihr das GlĂŒck habt, mich oder meine Kumpels hier. Schaut fĂŒr 30 Sekunden einfach nur hin. Ohne Erwartung. Ohne Nutzen. Erkennt einfach an, dass da jemand ist.
Empathie ist keine SchwÀche. Sie ist die Erkenntnis, dass wir alle im selben Boot sitzen (oder im selben Schlamm liegen).
Euer Boss mit dem Durchblick, Gandhi đŸ
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