🐷 Oink zum Sonntag # 48: Empahtie als radikaler Akt
Empathie als Systemfehler 🐽
Hallo liebe Zweibeiner,
heute melde ich mich mal zu Wort – Gandhi, euer Eber, der Chef im Ring. Man sagt mir nach, ich hätte eine „eindrucksvolle Präsenz“. Das ist charmant formuliert für: Ich bin groß, ich bin laut, und ich lasse mich nicht übersehen.
Aber wisst ihr, was wirklich beeindruckend ist? Nicht meine Eckzähne, sondern eure Empathie.
Manche Leute sagen, es sei „radikal“, sich für uns Tiere einzusetzen. Sie sagen, es sei „extrem“, Mitgefühl für jemanden zu empfinden, der am Ende des Tages eigentlich auf dem Teller landen sollte. Aber lassen wir die Kirche mal im Dorf (oder den Eber im Schlamm):
Radikal ist nicht die Empathie. Radikal ist die Abwesenheit davon.
Warum Empathie den Status Quo stört
Empathie ist ein echter Störfaktor. Warum? Weil sie den reibungslosen Ablauf der Gleichgültigkeit unterbricht.
Wenn ihr mit mir fühlt, wird der Wocheneinkauf plötzlich kompliziert.
Wenn ihr in meine Augen schaut, seht ihr kein „Produkt“, sondern eine Persönlichkeit (mit einer Vorliebe für Äpfel und Rückenmassagen).
Wenn ihr mich als Individuum anerkennt, stört das ein System, das uns lieber als Nummern verwaltet.
Empathie ist Sand im Getriebe einer Welt, die auf Verwertung setzt. Und wisst ihr was? Ich finde, wir brauchen viel mehr Sand.
Seid mutig, seid „unbequem“
Sich berühren zu lassen, ist kein Zeichen von Schwäche. Im Gegenteil: Es ist ein Akt des Widerstands. Wer mitfühlt, der schaut hin. Und wer hinschaut, der beginnt, die Welt zu verändern.
Wenn euch also das nächste Mal jemand als „zu radikal“ bezeichnet, weil ihr euch für uns Schweine, Kühe oder Hühner stark macht, dann schenkt ihm ein entspanntes Grinsen (ich kann das besonders gut) und denkt euch: „Danke, ich bin gerne der Sand im Getriebe.“
In diesem Sinne: Bleibt sanft, bleibt wild und bleibt vor allem empathisch. Das System kann ein bisschen Herz vertragen.
Euer Boss, Gandhi 🐗
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