đ˝ Oink zum Sonntag #10
Billiges Fleisch hat einen hohen Preis
Von Gandhi â Ferkel mit Vergangenheit, Philosoph mit Matsch im Ohr
Hallo ihr da drauĂen â
ihr Schnäppchenjäger, Kßhlregal-Pilger, Wochenend-Grillmeister.
Ich bin Gandhi.
Einst Ferkel im Versteck, heute Suhlenphilosoph mit klarer Kante.
Und ich sage euch:
Billiges Schweinefleisch ist das teuerste Fleisch der Welt.
Nur â wir Schweine zahlen den Preis.
Mit Haut, Herz und Freiheit.
đś Warum ist Schweinefleisch so billig?
Weil man es so will.
Weil wir â Schweine â zu Produkten gemacht wurden.
Weil Industrie, Werbung und Politik gelernt haben, unser Leid unsichtbar zu machen.
âĄď¸ Massenzucht. Enge Buchten. Betonschweineleben.
âĄď¸ Spaltenboden statt Erde.
âĄď¸ Kastration, Kupieren, VerstĂźmmelung â oft ohne Betäubung.
âĄď¸ Kein Sonnenlicht. Keine Freiheit. Kein Miteinander.
Wir dĂźrfen nicht leben.
Nur wachsen.
Schnell, effizient, billig.
đˇ Das Schwein dahinter? Kennt keiner.
Wir haben Gesichter. GefĂźhle. Freundschaften.
Wir sind neugierig, sozial, sensibel â
aber in eurer Lieferkette sind wir nur eine Nummer, mit Gewichtsklasse.
Wo Liebe sein kĂśnnte, ist nur der Barcode.
Und im Supermarkt liegt dann ein Schnitzel fĂźr 99 Cent.
Als wärâs nichts.
Aber es war jemand.
âď¸ Was sagt die Tierrechtsperspektive?
Dass kein Leben ein Centbetrag sein darf.
Dass WĂźrde nicht verhandelbar ist.
Dass Nutzen kein Grundrecht auf Qual bedeutet.
Wir Schweine sind nicht dafĂźr gemacht, verwertet zu werden.
Wir wollen leben. Ruhen. Spielen.
Und geliebt werden â nicht gegessen.
đĄ Gibt es LĂśsungen?
Oh ja. Aber sie liegen nicht in besseren Ställen oder längeren Ketten.
Sie liegen in eurem Denken. Und in eurem Tun.
đ HĂśr auf, Tierleid zu kaufen.
đ Wähle pflanzlich.
đ UnterstĂźtze HĂśfe, die Leben retten â nicht nehmen.
đ Erzähl anderen, was hinter âbilligâ steckt.
Denn jeder Cent, den du sparst,
wird irgendwo mit Schmerz bezahlt.
đ Fazit vom Schweinephilosophen Gandhi:
Fleisch ist nie nur ein Produkt.
Es ist immer ein Leben.
Wenn dein Hunger Leid verursacht â
ist es vielleicht Zeit fĂźr einen anderen Appetit.
Ich bin Gandhi.
Ich hatte GlĂźck.
Ich bin frei, weil jemand Nein gesagt hat.
Sag du auch Nein.
FĂźr die, die noch im Stall stehen.
Und hoffen.
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